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2020

CBD bei epileptischen Spasmen

Neun Kinder mit therapieresistenten epileptischen Spasmen erhielten ein Jahr lang pharmazeutisch reines CBD zusätzlich zu ihren Medikamenten.

© HempJoy

Was untersucht wurde

Am Massachusetts General Hospital nahmen neun Kinder mit therapieresistenten epileptischen Spasmen an einem behördlich bewilligten Härtefallprogramm teil. Sie erhielten pflanzlich gewonnenes, hochreines CBD als Lösung zusätzlich zur bisherigen Medikation: Beginn bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, wöchentlich um 5 mg gesteigert bis auf 25. Anfallshäufigkeit, Nebenwirkungen und EEG wurden über zwölf Monate erfasst.

Was herauskam

Nach einem Monat sprachen 78 Prozent der Kinder an — sie hatten höchstens halb so viele Spasmen wie zu Beginn; nach zwölf Monaten waren es wieder 78 Prozent. Drei von neun waren nach zwei Monaten anfallsfrei. Bei drei von fünf untersuchten Kindern verschwand das Hypsarrhythmie-Muster im EEG. Nebenwirkungen traten bei acht von neun auf, meist Müdigkeit.

Was die Studie nicht zeigt

Eine offene Studie ohne Kontrollgruppe und ohne Verblindung, mit neun Teilnehmenden. Untersucht wurde ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel in hoher Dosierung unter ärztlicher Aufsicht — mit frei verkäuflichen CBD-Produkten hat das weder die Reinheit noch die Menge gemeinsam.

Quelle

Herlopian A, Hess EJ, Barnett J, et al. Epilepsy & Behavior 2020;106:106988

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